KI-Glossar › Grundlagen
Large Language Model (LLM)
Das Sprachmodell hinter ChatGPT, Claude, Gemini & Co. – ein Textvorhersage-System im Riesenformat.
Ein Large Language Model ist ein neuronales Netz, das mit riesigen Textmengen trainiert wurde. Im Kern tut es etwas scheinbar Simples: Es sagt vorher, welches Token als Nächstes am besten passt – immer wieder, bis eine Antwort entsteht.
Warum das so viel kann
Weil in den Trainingsdaten Sprache, Fakten, Code und Argumentationsmuster stecken, lernt das Modell dabei weit mehr als Grammatik. Es kann zusammenfassen, übersetzen, programmieren und Schritt für Schritt Probleme lösen.
Was es nicht ist
Ein LLM ist keine Datenbank. Es „weiß“ Dinge nur so, wie sie in seinen Gewichten stecken – deshalb kann es sich irren oder Dinge erfinden (Halluzination). Und sein Wissen endet mit dem Trainingsstand, wenn es nicht über Suche oder RAG an aktuelle Quellen kommt.
Mehr dazu im Podcast
- Folge 2: Preisschlacht – erscheint am Di, 29. Sep. 2026
- Folge 7: Spitzen-KI auf dem Laptop – erscheint am Fr, 9. Okt. 2026
Hängt zusammen mit
Token
Die Recheneinheit von Sprachmodellen – und die Einheit, in der KI-Anbieter abrechnen.
Halluzination
Wenn eine KI überzeugend klingende, aber falsche Dinge erfindet – Quellen, Zahlen, Zitate.
RAG (Retrieval-Augmented Generation)
Die KI schlägt erst in passenden Dokumenten nach und antwortet dann – die Basis vieler Firmen-Chatbots.